Die Rolle der Kommune bei der seniorengerechten Quartiersentwicklung

Bereits ein Viertel der Dortmunder Bevölkerung ist 60 Jahre und älter, Tendenz steigend. Dadurch gewinnt die kommunale Seniorenpolitik noch mehr an Bedeutung. Ihre zentralen Herausforderungen sind, soziale Teilhabe zu ermöglichen und eine gute Versorgung im Alter sicherzustellen. Die Gestaltungsräume dafür sind die Wohnquartiere, denn im Alter gewinnt das vertraute Umfeld an Bedeutung. Wie fördert Dortmund die Entwicklung seiner Quartiere?

Die Seniorenpolitik der Stadt Dortmund hat seit Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert. Die aufgebauten Strukturen sind zukunftsweisend und über die Stadtgrenzen hinaus  anerkannt. Die zwölf Dortmunder Seniorenbüros sind wohnortnahe Anlauf- und Beratungsstellen rund um das Thema Alter und Pflege in den zwölf Dortmunder Stadtbezirken. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zudem örtliche Netzwerke für ein aktive Beteiligung und Unterstützung aufgebaut, welche in die Quartiere und Sozialräume hineinwirken und wichtige Quartiersentwicklungsprozesse anstoßen und begleiten. Dafür wurde die Stadt Dortmund bereits vor zehn Jahren mit dem Robert Jungk Preis des Städtenetzes Soziale Stadt NRW ausgezeichnet.

Um die wachsenden Anforderungen an eine seniorenfreundliche Stadt zu erfüllen, sind aber weitere Aktivitäten erforderlich. Der Rat der Stadt Dortmund hat daher im Dezember 2015 beschlossen, eine gesamtstädtische Strategie für weitere Maßnahmen zu entwickeln. Daran arbeiten kontinuierlich alle relevanten Fachämter ressortübergreifend in einer Lenkungsgruppe zusammen. Zudem werden bestimmte Organisationen außerhalb der Verwaltung sowie die politischen Fachbeiräte des Rates (u.a. Seniorenbeirat) beteiligt.

Bürger nachhaltig beteiligen bei der Quartiersentwicklung

Ein ergänzender Baustein in der Konzeptentwicklung ist die Bürgerbeteiligung, z.B. in Form von Bürgerwerkstätten in ausgewählten Wohnquartieren. Das besondere des gewählten Formats in drei ausgewählten Wohnquartieren ist, dass die Beteiligung und Aktivierung der Bürger nicht mit der einmaligen Bürgerwerkstattveranstaltung endet, sondern dort einen Beginn für Quartiersentwicklungsprozesse durch die Bürger gefunden hat. Bei den Werkstätten standen Ideen und Vorschläge im Mittelpunkt, um ein gutes nachbarschaftliches Miteinander von Jung und Alt im vertrauten Wohnumfeld zu stärken. Dazu gehören zum Beispiel die Organisation eines Nachbarschaftsfestes oder der Aufbau von neuen Nachbarschaftstreffs. In allen drei Quartieren arbeiten die Bürger mit Unterstützung einer städtischen Mitarbeiterin an ihren Quartiersthemen weiter, sodass aus diesem Prozess wichtige Erkenntnisse für die Gesamtstrategie gezogen werden können.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die quartiersorientierten Bürgerwerkstätten im Rahmen des Projektes „Demografiewerkstatt Kommunen“ (DWK), an dem die Stadt Dortmund als einzige Großstadt neben weiteren sieben Kommunen in Deutschland beteiligt ist. Die gesammelten Erfahrungen sollen bei positivem Verlauf auf andere Kommunen übertragbar sein.

Quartiersprofile für die Entwicklung seniorenfreundlicher Stadtteile

Da es in Dortmund weit über 200 Wohnquartiere gibt, wurden exemplarisch vier Stadtteile als „Referenz“ für die Gesamtstadt zur genaueren Untersuchung ausgewählt. Auswahlkriterium waren Siedlungstypen und historische „Bau- und Siedlungsepochen“ in Dortmund der letzten 160 Jahre, um die in diesen Zeiträumen unterschiedlich entstandenen Wohn- und Sozialraumstrukturen zu berücksichtigen. Für diese Stadtteile wurden Quartiersprofile u.a. mit der Beschreibung der Handlungsfelder Wohnen und Wohnumfeld, Sicherheit, Nahmobilität, Nahversorgung, Gesundheit und Pflege, soziales Leben und soziale Infrastruktur etc. zusammengestellt, um konkrete Vorschläge zum Bedarf und für Verbesserungen zu benennen, die das selbstständige und selbstbestimmte Leben im Alter maßgeblich stärken. Schlussendlich sollen die gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen aus den „Referenzquartieren“ in Kombination mit den Ergebnissen aus den in 2016 durchgeführten Expertenworkshops, aus den Quartiersprofilen und aus den Bürgerwerkstätten auf die gesamte Stadt in Form einer gesamtstädtischen Strategie zusammengefasst und in die politische Beratung eingebracht werden.

Weitere quartiersrelevante Bausteine sind wichtig und werden in der Gesamtstruktur der Dortmunder Seniorenarbeit abgebildet, z.B. bezirkliche Vertretungen des Seniorenbeirates, Begegnungsstätten, Seniorenbegleitservice, Demenzservicezentrum, etc.

Wer sich näher informieren möchte, kann auf dem Messestand der Stadt Dortmund (Treffpunkt Dortmund) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Projekt oder aus den Seniorenbüros gerne ansprechen. Zudem wird am 30.5.2018 von 9.30 bis 11.00 Uhr in einem Workshop das Projekt vorgestellt.

Kontakt und weitere Informationen:

Stadt Dortmund, Fachdienst für Senioren
Reinhard Pohlmann
Kleppingstraße 26
44135 Dortmund

Tel.: 02 31/50-22 50 5
E-Mail: rpohlmann@stadtdo.de

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