Das Quartier – ein Ort, um im Alter gut zu leben

„Es kommt nicht nur auf die individuelle Gesundheit, sondern auch und gerade auf den Ort an, in dem wir leben, wenn wir im Alter gut leben wollen“, sagt unser Experte im Interview, Prof. Dr. Thomas Klie vom Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung der Evangelischen Hochschule Freiburg. Dies macht deutlich, dass das direkte Wohnumfeld entscheidend ist für die Lebensqualität älterer Menschen.

Alle Menschen fühlen sich in ihrem Wohnumfeld – ihrem Quartier – in der Stadt oder auf dem Land dann wohl, wenn sie dort viele Angebote vorfinden, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Da die Zahl älterer Menschen steigt, gilt es, vor Ort mit und für sie ein attraktives Umfeld zu gestalten und ihr Quartier weiter zu entwickeln. An manchem Ort mögen hier die Rahmenbedingungen bereits stimmen, an anderen Orten muss vielleicht nachjustiert oder aber die Quartiersentwicklung gezielt angestoßen werden. Auf dem 12. Deutschen Seniorentag 2018 werden zahlreiche Ansätze vorgestellt, wie Kommunen mit Partnern vor Ort ihre Quartiere erfolgreich entwickeln können.

Dortmund zum Beispiel ist die größte Stadt im Ruhrgebiet und mit ca. 600.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt in Deutschland. Ein Viertel der Stadtbevölkerung, rund 160.000 Menschen, sind 60 Jahre und älter. Ein gewichtiger Grund für die Kommune und die politisch Verantwortlichen genauer darauf zu schauen, ob sich die Seniorinnen und Senioren in ihrem persönlichen Wohnumfeld, ihrem Quartier, wohlfühlen. Doch was heißt Quartier in Dortmund?

Dortmund gliedert sich in zwölf Stadtbezirke. Unterhalb der Stadtbezirke wird die Stadt weiter in 62 Stadtteile und diese wiederum in insgesamt 170 Wohnquartiere unterteilt. Das heißt in einem Stadtteil sind oft mehrere Quartiere. Was unternimmt die Kommune Dortmund also, um die vielen Quartiere der Stadt auch für die älteren Menschen attraktiv zu gestalten? – oder, um es mit den Worten Klies zu fragen, „die Bedingungen guten Lebens vor Ort zu erhalten, zu sichern und zu fördern“?

Eine wichtige Rolle bei der seniorengerechten Quartiersentwicklung spielen in Dortmund z.B. nicht nur die Seniorenbüros, sondern auch die Bürger, die nachhaltig über Bürgerwerkstätten in diesen Prozess mit eingebunden werden.

Doch für eine erfolgreiche Quartiersentwicklung sitzen in der Stadt von Quartier zu Quartier viele weitere unterschiedliche Partner mit im Boot. So engagiert sich z.B. Dortmunds größtes Wohnungsunternehmen, die DOGEWO21, mit dem Aufbau von Nachbarschaftsagenturen entscheidend für die Entwicklung von Quartieren vor Ort.

Im Newsletter stellen sich zudem zwei Quartiersprojekte näher vor, bei denen u.a. Wohlfahrtsverbände beteiligt sind: So arbeitet die Caritas in dem Projekt „gemeinsam“ mit vielen Angeboten gegen die Einsamkeit von Alleinlebenden im Quartier Jungferntal. Im Projekt „Miteinander im Quartier“, engagiert sich die Diakonie im Stadtteil Wambel mit ihren Aktivitäten, um den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und ein altengerechtes Quartier zu entwickeln.

Ob in Dortmund, in anderen Städten oder aber in Dörfern auf dem Land: Quartiersentwicklung hängt immer von den Akteuren und ihrer guten Vernetzung ab. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren oder bereits engagieren, sind Sie auf dem 12. Deutschen Seniorentag 2018 genau richtig. Dort treffen Sie nicht nur unterschiedliche Ansprechpartner von Initiativen und Organisationen, die Ihnen ihre Herangehensweise der Quartiersentwicklung erläuterten, sondern auch Verantwortliche aus Politik und Kommunen. Denn Quartiersentwicklung ist nicht nur vielfältig, sondern auch „eine für die Zukunft wichtige Aufgabe der Altenpolitik“, so Klie.

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Der 12. Deutsche Seniorentag wird gefördert von:

 

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